Landesverband „DPS-RLP“ gegründet

 Am 10. September 2021 wurde in den Räumen des „Der Kreis e.V.“ , der Landesverband Rheinland-Pfalz der Deutschen Polyneuropathie Selbsthilfe (DPS-RLP) gegründet. Frank Scherb, Mitglied des Vorstandes von pro plus rlp e.V. gründete der Verband mit und wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Frank leidet selbst an der noch ,in der Öffentlichkeit nahezu unbekannten Krankheit. Obwohl es ca. 300 Arten der Polyneuropathie (einschließlich deren Unterformen) gibt, steht die Krankheit nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung.

Was ist eine Polyneuropathie?

Ganz grob lassen sich die Polyneuropathien derzeit nach ihrer Ursache in folgende Gruppen einteilen:

  • Entzündliche Polyneuropathien
  • Gefäßerkrankungen
  • Genussmittel ( Alkohol), Umweltgifte und auch Medikamente (Chemo)
  • Diabetes
  • bedingt durch Immnschwächekrankheiten (AIDS bzw weit fortgeschrittendes HIV) und
  • Weitere Stoffwechselstörungen

Aufgrund der Vielfalt der Ursachen wird die Erkrankung in den weitaus meisten Fallen als Begleiterscheinungvanderer Erkrankungen wahrgenommen. Dies verhindert in vielen Fallen die rechtzeitige und zielgerichtete Behandlung der Patienten, was zu großeren Folgeschäden wie Amputationen aber auch den Tod führen kann. Die betroffenen Menschen leiden körperlich und seelisch unter den Folgen der Erkrankung. Dies beginnt oftmals bei der fehlenden oder nicht genauen Diagnose und der dadurch fehlenden Behandlung und dem darauffolgenden Verlust der Lebensqualität.

Aber auch bei korrekter Diagnose kommt es weiterhin zu dem Problem, dass die nötige Versorgung der Patienten nicht sichergestellt ist, wenn sie nicht zu einer der oben genannten, bekannten Gruppen gehören. Bei rechtzeitiger Erkennung der Krankheit und bei gezielter Behandlung lassen sich schlimme Folgen für die Betroffenen verzögern oder sogar vermeiden. Gleichzeitig wird das Gesundheitssystem entlastet.

Aus der geschilderten Situation heraus ergeben sich die Haupt-Ziele des neu gegründeten Landesverbandes:

  • Der DPS-RLP will allen an Polyneuropathie Erkrankten eine Hilfestellung geben, um ihnen das Leben mit Polyneuropathie zu erleichtern.
  • Es werden Erfahrungsaustausche mit den Betroffenen organisiert und dazu auch Fachmediziner einladen.
  • Der Landesverband wird schrittweise, in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband, eine Obersicht der bekanntesten Polyneuropathien mit kurzen Beschreibungen auflis ten und diese auf den eigenen Webseiten und Printmedien veröffentlichen.
  • Durch Vorträge und Wanderausstellungen soll das Themenfeld der Öffentlichkeit wei­terhin nahergebracht.

 

Wir werden Euch weiterhin diesbezüglich gerne auf dem laufenden halten.

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